Redaktion und Quellenstandard

1. Themen- und Intentionsprüfung

Vor einem neuen Beitrag wird geprüft, welche konkrete Frage er beantwortet und welche vorhandene URL bereits dasselbe Suchbedürfnis bedient. Neue Texte dürfen keine bloßen Synonymvarianten bestehender Seiten sein. Slugs und Titel werden gegen das veröffentlichte Inventar geprüft. Bei inhaltlicher Überschneidung wird der stärkere bestehende Beitrag erweitert und intern verlinkt, statt eine konkurrierende URL zu erzeugen.

2. Quellenhierarchie

Wir bevorzugen Originalstudien, Studienregister, offizielle Taxonomie- und Biodiversitätsdatenbanken, Herbarien, Behörden, internationale Abkommen und anerkannte Berichtsstandards. Systematische Reviews dienen der Synthese. Hersteller- und Shopseiten sind nur Quellen für ihre eigenen Preise, Bedingungen oder Produktangaben – nicht für unabhängige Wirksamkeitsbehauptungen.

Bei klinischer Forschung werden DOI oder Registereintrag direkt verlinkt. Bei Pilztaxonomie werden nach Möglichkeit Typusbezug, Sequenzdatenbank oder nomenklatorische Ressource genannt. Bei historischen und indigenen Themen wird die Herkunft einer Quelle mitgedacht: Eine koloniale Chronik oder Außenreportage ist kein neutraler Ersatz für die Perspektive der beschriebenen Gemeinschaft.

3. Evidenzstufen sauber trennen

EbeneZulässige AussageNicht automatisch zulässig
Zell- oder EnzymmodellEin Mechanismus ist unter den untersuchten Bedingungen messbar.Der Mechanismus wirkt beim Menschen klinisch relevant.
TiermodellEin biologischer Effekt tritt in diesem Modell auf.Wirkung, Dosis oder Sicherheit sind auf Menschen übertragbar.
BeobachtungsstudieVariablen hängen in der untersuchten Stichprobe zusammen.Eine Variable verursacht die andere.
Randomisierte StudieDer Gruppenunterschied ist unter Design und Unsicherheit kausal besser gestützt.Das Ergebnis gilt für jede Person oder außerhalb der untersuchten Betreuung.
Systematischer ReviewDie vorhandene Literatur wurde nach dokumentierten Regeln zusammengeführt.Viele schwache Studien ergeben automatisch starke Evidenz.

4. Klinische Studien berichten

Ein Studienartikel nennt Population, Gruppenzuteilung, Vergleich, Intervention, primären Endpunkt, Messzeitpunkt, Effekt und Konfidenzintervall soweit verfügbar. Signifikanz wird nicht mit klinischer Relevanz gleichgesetzt. Sekundäre oder explorative Resultate werden nicht als bestandener primärer Endpunkt dargestellt. Verblindung, Erwartung, Begleittherapie, fehlende Daten und Auswahlkriterien gehören zur Interpretation.

5. Taxonomie und Naturstoffkunde

Handelsnamen, Cultivars, historische Namen und gültige Taxa werden getrennt. Ein Foto oder Einzelmerkmal wird nicht als sichere Bestimmung ausgegeben. Sequenzähnlichkeit ist Evidenz, aber ohne geprüfte Referenz, Materialbeleg und passendes Artkonzept nicht automatisch ein gültiger Artname. Stoffnachweis, Konzentration und pharmakologische Relevanz sind drei verschiedene Aussagen.

6. Interne Links und Suchmaschinenoptimierung

Interne Links sollen eine fachliche nächste Frage beantworten. Ankertexte benennen das Ziel, statt nur „hier“ zu sagen. Jeder Referenzbeitrag verlinkt seinen Themenhub, mehrere direkt verwandte Artikel und diese Quellenmethode. Kategorien sorgen zusätzlich für Auffindbarkeit. SEO-Titel, Description und WordPress-H1 müssen dieselbe Kernintention abbilden, dürfen aber nicht unnötig identisch sein.

Wir erstellen keine massenhaften Seiten ohne eigenständigen Nutzen. Umfang, Tabellen oder FAQ sind keine Qualitätsgarantie. Vor Veröffentlichung prüfen wir Mindesttiefe, direkte Quellen, Titelkonflikte, lange Absatzduplikate, Links und visuelle Zugänglichkeit.

7. Bilder, Alt-Texte und Originalität

Eigenständige redaktionelle Grafiken erhalten einen beschreibenden Alternativtext, responsive Bildgrößen und eine sichtbare Bildunterschrift. Alt-Texte beschreiben Funktion und Inhalt, ohne Suchbegriffe zu wiederholen. Externe Bilder werden nur mit nachvollziehbarer Lizenz und Quelle eingesetzt.

8. Werbung und Partnerangebote

Preis- und Angebotsbeiträge tragen ein Prüfdatum. Rabatte, Varianten, Abo-Bedingungen und Mindestkosten werden anhand der sichtbaren Angebotsseite wiedergegeben. Partnerbeziehungen dürfen keine unbelegte medizinische Aussage und keine Verschleierung von Kosten erzeugen. Wissenschaftliche Quellen und kommerzielle Produktseiten bleiben getrennte Evidenzarten.

9. Korrekturen und Versionen

Sachliche Fehler werden korrigiert; umfangreiche Überarbeitungen erhalten ein neues Prüfdatum. Veraltete Begriffe können im historischen Kontext stehen bleiben, werden aber auf die aktuelle Einordnung verlinkt. Tote Quellen werden durch dieselbe Primärquelle über DOI, Archiv oder offizielle Datenbank ersetzt, nicht stillschweigend durch eine schwächere Sekundärseite.

10. Kontakt

Hinweise auf Fehler, neue Primärliteratur oder problematische Links können über Kontakt gemeldet werden. Angaben zum Betreiber und Datenschutz stehen im Impressum. Weitere Informationen zum Team und zur Finanzierung enthält Über ZauberPilzBlog.

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